Lago di Garda

Der Trip zum kleinen Mittelmeer

Der Weg ist das Ziel, konnte ich leider nicht auf diese Autofahrt beziehen. Also ich will ja wirklich nicht quängeln, aber 14h Fahrzeit ist doch recht üppig. Aber dafür ist der Gardasee ein windsicheres Gebiet, wurde mir gesagt. Als ich jedoch in Riva den Paß herunter fuhr, waren die Strapatzen vergessen, den dieser Ausblick ließ mir wieder einmal den Atem stocken. Dieser riesige See und die vielen Regattafelder ließen auf ein tolles Segelwochenende hoffen. Ich erfuhr später, dass 49er WM war und eine bekannte Gardaseeregatta mit Tornados stattfand, was die vielen Boote auf dem Wasser erklärte.                                      Die erste Euforie wurde aber durch die Organisation des Speedcuplagers ersteinmal etwas getrübt. Es war kaum Platz für Boote und das Auto mußte 500m weiter an der Straße stehen. Sanitäranlagen waren für Teilnehmer nicht vorgesehen, da damit gerechnet wurde, dass man sich ein Zimmer leisten kann.    

Diese Nachteile waren aber vergessen als Trinity am Mittwochabend  aufgebaut am Gardasee stand. Da ich der erste Teilnehmer war, nutzte ich den Donnerstag für einen ersten Probeschlag. Der Wind war schwach bis ausreichend und so konnte ich mich langsam an das Revier Gardasee herantasten. Abends kam dann der Egel 20 ein 3m breiter Carbonkat. Das Wetter war in den ersten Tagen super. Ich hatte Sonne und knapp 20°C, sonnte mich und ging sogar baden. Doch als es dann richtig los gehen sollte mit der Regatta, wurde der Wind unzuverlessiger und die Sonne kam nicht einmal mehr durch den Nebel. Ganz davon abgesehen, dass es regnete.

Nach der Begrüßung der Teilnehmer stand fest, dass ich gegen zwei Segler antreten werde. Es war ein Mottensegler, der seine Kiste mit Flügeln versehen hatte und ein Vertreter der musto Performenceskiff Klasse. Bei den Kats waren ein wenig mehr Teilnehmer, jedoch blieb das Feld übersichtlich. Wir begannen mit einigen Speedruns, segelten dann ein paar Kursrennen und fuhren abschließend noch Runs bis es dunkel wurde. Meine Stärke lag wohl in den Speedläufen, den dafür ist mein Skiff bestens gerüstet. Hier konnte ich alles hochziehen, was ich habe und dann ging es nur noch ab. Bei den Kursrennen bin ich nicht so ganz mit den Wellen und Windbedingungen klar gekommen. Doch dafür, dass ich mich noch mit keinem anderen Skiff messen konnte bevor ich zu dieser Regatta fuhr, war ich mit meinen Ergebnissen eigentlich ganz zufrieden. 

Am nächsten Tag fand keine weitere Wettfahrt statt, da der Wind sich nicht entwickeln wollte. Da fährt man nun 1000 km um ein windsicheres Revier zu erreichen und dann ist dort “still ruht der See” angesagt. Im Großen und Ganzen aber eine gelungende Veranstalltung, den der See ist irre zum Segeln und dazu vor solcheiner Kulisse. Alle Beteidigten hatten Spaß am Segeln und das ist das Wichtigste, da vergißt man auch den Aufwand, der damit zusammenhängt.

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